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Reisehinweise und Quarantänevorschriften für Deutschland

Reisende vor Corona-Testcenter am Flughafen

Kostenlose Corona Tests an deutschen Flughäfen., © dpa / Sven Simon

09.04.2021 - Artikel

Dies hat Auswirkungen auf Test-, Anmelde- und Quarantänepflichten bei Einreise nach Deutschland:

Wer sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet  aufgehalten hat, muss spätestens 48 Stunden nach Einreise ein negatives Antigen- oder PCR-Testergebnis in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorlegen können. Der Abstrich für den Test darf frühestens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Flugreisende müssen ferner die grundsätzliche Testnachweispflicht bereits vor Abflug beachten. Diese gilt  unabhängig davon, ob sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Wichtig: Entscheidend ist nicht (nur) der Abreiseort, sondern sämtliche Orte, an denen man sich in den letzten 10 Tagen aufgehalten hat. Da die Slowakei bis zum 11. April als Hochinzidenzgebiet angesehen wurde, ist es daher möglich, dass bei einer Kontrolle an der Grenze bis zum 21. April weiterhin ein negatives Testergebnis vorgelegt werden muss.

Für Einreisende aus Risikogebieten sowie aus Hochinzidenzgebieten gilt nach den Regelungen der Bundesländer zusätzlich, dass sie die grundsätzlich bestehende zehntätige Quarantänepflicht durch eine zweite negative Testung vorzeitig beenden können.

Diese zweite Testung darf bei Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten in der Regel frühestens am fünften Tag nach der Einreise vorgenommen werden. Die Quarantäne ist dann mit Erhalt eines negativen Testergebnisses beendet.

Da die Länder diese Regelungen in eigener Zuständigkeit umsetzen, sollten Reisende sich über die Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes informieren, in das Sie einreisen bzw. in dem sie sich aufhalten.

Bei der Einreise auf dem Land- oder Seeweg

nach Voraufenthalt in einem Risikogebiet (kein Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet) müssen folgende Personengruppen keinen Test machen:

  1. Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten
  2. Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und die Bundesrepublik Deutschland auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen
  3. Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen
  4. Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren und dabei angemessene Schutz- und Hygienekonzepte einhalten
  5. Personen, die als Teil von offiziellen Delegationen über das Regierungsterminal des Flughafens Berlin Brandenburg oder über den Flughafen Köln/Bonn nach Deutschland zurückreisen und sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben
  6. Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden

    a) Personen, die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten, Lebenspartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts

    b) bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist, und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftrag­geber bescheinigt wird

    c) bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen

    d) Polizeivollzugsbeamte aus Schengen-Staaten in Ausübung ihres Dienstes
  7. Grenzpendler und Grenzgänger, wenn sie angemessene Schutz- und Hygienekonzepte einhalten

    Grenzpendler sind Personen,
    - die in der Bundesrepublik Deutschland ihren Wohnsitz haben und
    - sich zwingend notwendig für ihre Berufsausübung, ihr Studium oder ihre Ausbildung an die entsprechende Stätte in einem Risikogebiet begeben müssen und
    - regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren.

    Grenzgänger sind Personen,
    - die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und
    - sich zwingend notwendig für ihre Berufsausübung, ihr Studium oder ihre Ausbildung in die Bundesrepublik Deutschland begeben müssen und
    - regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren.
  8. Angehörige und Angestellte in- und ausländischer Streitkräfte, soweit sie von § 54a des Infektionsschutzgesetzes erfasst sind,
  9. Angehörige ausländischer Streitkräfte im Sinne des NATO-Truppenstatuts, des Truppenstatuts der NATO-Partnerschaft für den Frieden (PfP-Truppenstatut) und des Truppenstatuts der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU-Truppenstatut), die zu dienstlichen Zwecken nach Deutschland einreisen oder dorthin zurückkehren.

In begründeten Einzelfällen kann die zuständige Landesbehörde auf Antrag weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes erteilen oder Ausnahmen einschränken.

Weiterführende Informationen sind auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums in vielen verschiedenen Sprachen abrufbar.


Quarantäneregelungen in den einzelnen Bundesländern

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen

Rheinland-Pfalz

Saarland

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Schleswig-Holstein

Thüringen

Weiterführende Informationen des Auswärtigen Amts

Aufgrund der Covid-19-Pandemie bestehen Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Ländern. Bei der Einreise aus Risikogebieten besteht die Pflicht zur digitalen Einreiseanmeldung, eine Testpflicht auf das Coronavirus und abhängig von der Regelung des Bundeslandes eine Quarantänepflicht.

Informationen zu Einreise­beschränkungen und Quarantäne­bestimmungen in Deutschland

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